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ERNÄHRUNG

Vitamin C: Wie hoch ist der Tagesbedarf?

Wie hoch ist der Tagesbedarf an Vitamin C und wie lässt er sich decken? Wie viel du benötigst, hängt vor allem von Alter, Geschlecht und Lebensstil ab — hier findest du die Referenzwerte und wie du sie erreichst.

Vitamin-C-Tagesbedarf auf einen Blick

Wie hoch ist der Vitamin-C-Bedarf?

Wie viel Vitamin C man braucht, hängt vor allem vom Alter und vom Geschlecht ab. Außerdem spielen auch die Lebensumstände für die Höhe des Ascorbinsäurebedarfs eine Rolle.

Die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) hat für den Vitamin-C-Tagesbedarf folgende Referenzwerte festgelegt:

Wer hat einen erhöhten Tagesbedarf an Vitamin C?

In bestimmten Situationen kann der Bedarf an Vitamin C erhöht sein. Das ist z. B. bei schwangeren und stillenden Frauen sowie bei Rauchern der Fall.

Weitere Ursachen für einen erhöhten Bedarf

Rauchen und Schwangerschaften sind nicht die einzigen möglichen Ursachen für einen erhöhten Bedarf. Weitere Gründe sind z. B.:

Welche Funktion hat Vitamin C im Körper?

Vitamin C hat im Körper viele Funktionen. Es ist unter anderem unverzichtbar für die Bildung von Kollagen. Deshalb ist es z. B. für die Blutgefäße, die Knochen, das Bindegewebe und die Zähne wichtig, den Bedarf zu decken.

Davon abgesehen trägt das Vitamin beispielsweise auch bei zu:

Was passiert bei einem Vitamin-C-Mangel?

Wenn man den täglichen Vitamin-C-Bedarf nicht deckt, kommt es mit der Zeit zu einem Mangel. Dieser kann sich mit verschiedenen unspezifischen Mangelerscheinungen äußern. Zu den möglichen Symptomen gehören z. B. Müdigkeit und Schwäche.

Ein schwerer Vitamin-C-Mangel führt zu Skorbut. Die Erkrankung hat schwerwiegende Folgen für die Gesundheit und kann ohne Gegenmaßnahmen sogar zum Tod führen. Um Skorbut zu behandeln, kommen hochdosierte Vitamin-C-Präparate zum Einsatz.

Die Krankheit kann sich unter anderem durch folgende Symptome bemerkbar machen:

Schwerer Vitamin-C-Mangel bei Kleinkindern

Bei Kleinkindern führt ein schwerer Vitamin-C-Mangel nicht zu Skorbut, sondern zur Moeller-Barlow-Krankheit. Neben den bereits genannten Symptomen hat die Erkrankung bei ihnen auch schwerwiegende Wachstumsstörungen zur Folge.

Wie kommt es zu einem Mangel?

Ein rein ernährungsbedingter Mangel ist in industrialisierten Ländern wie Deutschland und Österreich selten. Meist lässt er sich auf Krankheiten zurückführen, die den Bedarf erhöhen, indem sie z. B. die Aufnahme von Nährstoffen beeinträchtigen.

Welche Lebensmittel enthalten Vitamin C?

Vitamin C findet sich praktisch nur in pflanzlichen Lebensmitteln. Gute Lieferanten für das wasserlösliche Vitamin sind zahlreiche Gemüsesorten, manche Kräuter und frisches Obst wie Zitrusfrüchte. Tierische Lebensmittel enthalten so gut wie keine Ascorbinsäure und tragen somit auch nicht zur Deckung des Bedarfs bei.

Beispiele für Lebensmittel mit viel Vitamin C (Milligramm pro 100 Gramm)

LebensmittelVitamin C (mg pro 100 g)
Hagebutten1.250
Sanddornbeeren450
Schwarze Johannisbeeren189
Paprika139,5
Petersilie133
Brokkoli115
Grünkohl105
Blumenkohl71
Kiwi71
Spinat51,5
Apfelsinen47

Hinweis: Der genaue Vitamin-C-Gehalt kann unter anderem je nach Erntezeitpunkt variieren.

Vitamin C als Zusatzstoff

Aufgrund seiner antioxidativen Wirkung kommt Vitamin C in verarbeiteten Produkten wie Fleisch- und Wurstwaren als Zusatzstoff zum Einsatz.

Wie lässt sich der Tagesbedarf mit der Ernährung decken?

Wenn täglich Gemüse und Obst auf dem Teller landen, stellt eine bedarfsgerechte Versorgung normalerweise kein Problem dar. Um den Bedarf zu decken, reichen z. B. schon:

Was sollte man bei der Lagerung sowie der Zubereitung beachten?

Der Vitamin-C-Gehalt von Lebensmitteln kann beim Lagern und beim Kochen abnehmen. Um den Verlust möglichst gering zu halten, sollte man Obst und Gemüse daher stets zeitnah aufbrauchen und Gemüse nur kurz dünsten.

Kann man zu viel Vitamin C aufnehmen?

Beschränkt sich die Zufuhr auf die normale Ernährung, ist eine Überdosierung praktisch unmöglich. Bei hochdosierten Vitamin-C-Präparaten kann das anders aussehen. Nimmt man durch diese ein Vielfaches des normalen Bedarfs ein, kann es manchmal zu leichten Nebenwirkungen kommen.

Was bewirkt hochdosiertes Vitamin C im Körper?

Der Körper kann das wasserlösliche Vitamin C nicht speichern. Zudem hat es eine geringe Halbwertszeit. Überschüssige Mengen werden mit dem Urin ausgeschieden. Ab einer Dosis von drei bis vier Gramm können allerdings Verdauungsbeschwerden wie Durchfall und Blähungen auftreten.

Ist 1.000 mg Vitamin C zu viel?

Eine Dosis von 1.000 Milligramm Vitamin C gilt im Allgemeinen nicht als schädlich. Gesunde Menschen können diese Menge in der Regel ohne Bedenken aufnehmen, auch wenn das für sie mit keinen Vorteilen verbunden ist. Vorsicht ist jedoch bei Menschen mit Hämochromatose angesagt. Diese sollten eine tägliche Dosis von 500 Milligramm nicht überschreiten, da Vitamin C die Aufnahme von Eisen fördert.

Wie viel Vitamin C maximal am Tag?

Wann ist die Einnahme von Vitamin-C-Präparaten sinnvoll?

Die meisten Menschen können ihren Tagesbedarf an Vitamin C mit der normalen Ernährung decken. Die Einnahme als Nahrungsergänzungsmittel ist nur sinnvoll, wenn tatsächlich ein zusätzlicher Bedarf besteht oder ein Mangel vorliegt. Das kann z. B. bei Leistungssportlern oder Menschen mit bestimmten Erkrankungen der Fall sein. Allerdings sollte man auch dann nicht zu irgendeinem Vitamin-C-Präparat greifen, sondern ein Produkt wählen, das die enthaltene Ascorbinsäure langsam freisetzt. Auf diese Weise ist gewährleistet, dass der Körper möglichst viel davon auch tatsächlich nutzen kann.

Wichtig zu wissen

Sind Sie nicht vom Fach und haben Beschwerden, bestimmte Erkrankungen oder vermuten Mangelerscheinungen? Dann suchen Sie bitte unbedingt eine Ärztin oder einen Arzt auf, um das zu besprechen.

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