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ERNÄHRUNG

Zink: Tagesbedarf und Funktion

Wie hoch ist der Tagesbedarf an Zink und welche Funktion hat das Spurenelement im Körper? Zink trägt unter anderem zur Erhaltung gesunder Haut, Haare und Nägel sowie zu einem normalen Immunsystem bei — hier findest du einen Überblick über Funktion, Tagesbedarf und die besten Lebensmittelquellen.

Zink auf einen Blick

Bei Zink handelt es sich um einen essenziellen Nährstoff, der im Körper an zahlreichen Stoffwechselprozessen beteiligt ist. Zink trägt unter anderem zur Erhaltung gesunder Haut, Haare und Nägel bei. Die regelmäßige Zufuhr mit der Ernährung ist für die Gesundheit unverzichtbar. In bestimmten Situationen kann ein zusätzliches Zinkpräparat sinnvoll sein, um einem Mangel entgegenzuwirken.

Was ist Zink?

Zink zählt zu den Spurenelementen. Es findet sich unter anderem in den Haaren, der Haut, der Leber, den Augen und den Knochen. Der Körper kann Zink weder selbst bilden noch in nennenswerter Menge speichern. Aus diesem Grund muss man ihm das Spurenelement regelmäßig in ausreichender Menge mit der Nahrung zuführen.

Welche Funktion hat Zink im Körper?

Zink ist ein wichtiger Bestandteil vieler Enzyme. Dadurch ist das Spurenelement an zahlreichen Prozessen im menschlichen Organismus beteiligt. Zink hilft beispielsweise dabei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen. Zudem ist es unter anderem wichtig für die normale Erhaltung der Haut, der Nägel und der Haare.

Weiterhin trägt Zink z.B. auch bei zu:

Hilft Zink bei Erkältungen?

Zink wird oft zur Vorbeugung und Behandlung von Erkältungen eingesetzt, insbesondere in Kombination mit Vitamin C. Trotz seiner Bedeutung für das Immunsystem ist die Wirkung von Zink gegen Erkältungskrankheiten jedoch nicht zweifelsfrei belegt.

Eine im Jahr 2024 veröffentlichte Metaanalyse kam zu dem Ergebnis, dass Zink wahrscheinlich keinen nennenswerten Einfluss auf das Erkältungsrisiko hat. Die Erkältungsdauer könnte sich bei einer ausreichend hohen Dosis leicht verkürzen. Allerdings steigt dabei auch das Risiko, dass es zu Nebenwirkungen kommt.

Wie hoch ist der Tagesbedarf?

Der Zinkbedarf wird von mehreren Faktoren beeinflusst. Wie bei den meisten anderen Mikronährstoffen zählen dazu unter anderem das Geschlecht und das Alter. Überdies berücksichtigt die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) in ihren Referenzwerten bei erwachsenen Menschen auch die Phytatzufuhr.

Folgende Mengen werden für die Zinkzufuhr empfohlen:

Warum beeinflusst Phytat den Zinkbedarf?

Phytat ist das Salz der Phytinsäure. Es kommt in vielen pflanzlichen Lebensmitteln vor und kann Mineralstoffe wie Kalzium, Magnesium und Zink binden, wodurch ihre Aufnahme im Darm verringert wird. Durch diese Eigenschaft kann es auch Zink aus der Nahrung im Magen und im Darm binden. Das hat zur Folge, dass der Körper das Spurenelement nicht aufnehmen kann. Bei einer hohen Phytatzufuhr kann die Zinkaufnahme um bis zu 45 % reduziert sein im Vergleich zu einer niedrigen Phytatzufuhr.

Wie lässt sich die Phytatzufuhr abschätzen?

Die Zufuhr hängt von den Ernährungsgewohnheiten ab.

Wie wird der Körper mit Zink versorgt?

Wie andere Mineralstoffe und Spurenelemente kann der Körper auch Zink nicht selbst bilden. Um eine bedarfsgerechte Versorgung zu gewährleisten, muss es daher regelmäßig mit der Nahrung aufgenommen werden.

Welche Lebensmittel enthalten viel Zink?

Zink ist in zahlreichen Lebensmitteln enthalten. Gute Quellen sind vor allem Fleisch, Fisch und Milchprodukte. Auch bestimmte pflanzliche Lebensmittel wie Vollkornprodukte, Nüsse und Hülsenfrüchte enthalten Zink, wobei dessen Bioverfügbarkeit aus pflanzlichen Quellen durch Phytat reduziert sein kann.

Beispiele für zinkhaltige Lebensmittel (mg pro 100 g)

LebensmittelZink (mg)
Schweineleber6,35
Emmentaler4,63
Rindfleisch4,41
Sojabohnen4,18
Haferflocken4,06
Paranüsse4
Gouda3,9
Walnüsse2,7
Weiße Bohnen2,64
Mais2,5
Lammfleisch2,3
Garnelen2,17
Naturreis1,52
Eier1,35
Karpfen0,9

Wie kommt es zu einem Zinkmangel?

Normalerweise reicht eine ausgewogene Ernährung vollkommen aus, um genug Zink aufzunehmen. Zumindest in Industrieländern wie Deutschland oder Österreich kommt es daher selten zu einem ernährungsbedingten Mangel. Bestimmte Bevölkerungsgruppen wie ältere Menschen, Vegetarier oder Veganer sind jedoch unter Umständen einem erhöhten Risiko ausgesetzt.

Allerdings können verschiedene Krankheiten die Entwicklung eines Mangels begünstigen, indem sie die Zinkaufnahme im Darm beeinträchtigen. Das ist z.B. bei Morbus Crohn der Fall. Manche Menschen leiden auch an einer genetisch bedingten Zinkaufnahmestörung, durch die sie das Spurenelement nicht richtig verwerten können.

Wie äußert sich ein Zinkmangel?

Der Körper benötigt Zink für zahlreiche Funktionen. Dementsprechend kann sich ein Mangel durch eine Vielzahl von unspezifischen Beschwerden bemerkbar machen.

Mögliche Symptome eines Mangels an Zink sind unter anderem:

Wie lässt sich ein Zinkmangel diagnostizieren?

Die Symptome eines Zinkmangels können auch auf andere Gesundheitsprobleme hinweisen. Da Zink im Blut nur in geringen Mengen vorkommt und der Zinkspiegel stark schwanken kann, ist eine genaue Diagnose eines Zinkmangels anhand des Blutspiegels schwierig. Deshalb geht man für gewöhnlich von einem Zinkmangel aus, wenn die Mangelerscheinungen durch die Einnahme von Zink verschwinden.

Wie lässt sich ein Zinkmangel behandeln?

Ein leichter Zinkmangel lässt sich in vielen Fällen schon beheben, indem man vermehrt zinkhaltige Lebensmittel wie Haferflocken, Rindfleisch und Nüsse verzehrt. Bei ausgeprägten Mangelerscheinungen kann die zusätzliche Einnahme eines Zinkpräparats notwendig sein. Eine individuelle Dosierung ist in diesem Fall wichtig, um einen Überschuss zu vermeiden.

Ist zu viel Zink schädlich?

Ein Zinküberschuss kann ebenso schädlich sein wie ein Mangel. Wenn sich die Zufuhr auf die Ernährung beschränkt, besteht in dieser Hinsicht kein Risiko. Nimmt man hingegen zu viel Zink als Nahrungsergänzungsmittel ein, kann das verschiedene Nebenwirkungen haben.

Eine Überdosierung kann z.B. folgende Symptome verursachen:

Kupfermangel durch Zinküberschuss

Neben den genannten Beschwerden kann eine Überdosierung von Zink auch einen Kupfermangel begünstigen. Das liegt daran, dass Zink die Aufnahme von Kupfer im Darm hemmt. Zu den Folgen eines Kupfermangels gehören unter anderem Blutarmut, geschwächtes Bindegewebe und Pigmentstörungen der Haut.

Wie viel Zink darf man am Tag einnehmen?

Um einen Überschuss und die damit einhergehenden Nebenwirkungen zu vermeiden, sollte man bei der Verwendung von Zinkpräparaten unbedingt die Empfehlungen zur maximalen Tagesdosis beachten.

Sind 25 mg Zink pro Tag zu viel?

Die EFSA gibt die tolerierbare Gesamtzufuhr von Zink für Erwachsene mit 25 Milligramm pro Tag an. Diese Menge umfasst sowohl die Zinkzufuhr über die Ernährung als auch durch Nahrungsergänzungsmittel. Die in einigen Zinkpräparaten enthaltenen 25 Milligramm pro Tagesverzehrempfehlung können in Kombination mit der normalen Nahrungsaufnahme zu hoch sein und auf Dauer Nebenwirkungen wie Übelkeit, Erbrechen oder Kupfermangel auslösen.

Wann sind Zinkpräparate sinnvoll?

Gesunde Menschen können ihren Tagesbedarf normalerweise gut mit der Ernährung decken. Die zusätzliche Einnahme als Nahrungsergänzungsmittel ist somit oft nicht notwendig und mit keinerlei Vorteilen verbunden. In manchen Situationen kann ein Zinkpräparat aber sinnvoll sein, um einen erhöhten Bedarf zu decken bzw. einen vorhandenen Zinkmangel auszugleichen. Ob dies notwendig ist, sollte individuell auf Basis des Zinkbedarfs und gegebenenfalls durch ärztliche Beratung entschieden werden.

Sollte man Zink abends einnehmen?

Es ist normalerweise egal, ob man Zinkpräparate morgens oder abends einnimmt. Auf die Wirkung des Spurenelements hat dies keinen Einfluss. Allerdings kann es unter Umständen die Verträglichkeit verbessern, wenn die Zufuhr nicht auf nüchternen Magen erfolgt.

Wichtig zu wissen

Sind Sie nicht vom Fach und haben Beschwerden, bestimmte Erkrankungen oder vermuten Mangelerscheinungen? Dann suchen Sie bitte unbedingt eine Ärztin oder einen Arzt auf, um das zu besprechen.

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