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Das biologische Alter – Mehr als nur eine Zahl

Veröffentlicht am 23. Mai 2024

Das biologische Alter – Mehr als nur eine Zahl

Das biologische Alter ist ein Begriff, der in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen hat. Während unser kalendarisches Alter lediglich die verstrichenen Lebensjahre anzeigt, verrät das biologische Alter viel mehr über unseren tatsächlichen Gesundheitszustand und die Leistungsfähigkeit unseres Körpers. Denn der Alterungsprozess verläuft bei jedem Menschen unterschiedlich schnell. Einige fühlen sich mit 60 Jahren noch topfit, andere haben bereits mit 40 gesundheitliche Probleme.

Das biologische Alter berücksichtigt viele Faktoren wie den Lebensstil, die Gene, epigenetische Marker und den Zustand der Organe und Gefäße. Entscheidend sind Gewohnheiten wie Bewegung, Ernährung, Alkoholkonsum, Rauchen und der Umgang mit Stress. Wer sich ausgewogen ernährt mit viel Obst und Gemüse, regelmäßig Sport treibt, nicht raucht und Ausdauersportarten wie Laufen oder Schwimmen betreibt, kann sein biologisches Alter positiv beeinflussen.

Aber auch genetische Veranlagungen, Übergewicht, Diabetes oder ein hoher Blutdruck können Einfluss auf das biologische Altern nehmen. Moderne Biomarker-Analysen aus einer Blutprobe können Aufschluss über den Zustand des Immunsystems, der Gefäße, der Organe und zellulärer Prozesse geben. So lässt sich das individuelle biologische Alter zuverlässig bestimmen.

Unterschied zwischen biologischem und kalendarischem Alter

Das kalendarische oder chronologische Alter bezieht sich lediglich auf die verstrichenen Lebensjahre seit der Geburt. Es ist eine reine Zeitangabe, die der Organisation gesellschaftlicher Abläufe wie Schuleintritt, Volljährigkeit und Renteneintrittsalter dient. Aus gerontologischer Sicht (die Gerontologie ist die Wissenschaft vom Prozess des Alterns sowie des Alters als Lebensphase) ist das kalendarische Alter jedoch wenig aussagekräftig, da es die großen interindividuellen Unterschiede im Alterungsprozess nicht berücksichtigt.

Im Gegensatz dazu beschreibt das biologische Alter den tatsächlichen körperlichen Zustand und die Leistungsfähigkeit eines Menschen, unabhängig vom kalendarischen Alter. Es bezieht sich auf altersbedingte körperliche Veränderungen und Abbauprozesse in Organen, Geweben und Zellen. Genetische Faktoren, Lebensstil und Umwelteinflüsse können dazu führen, dass das biologische Alter vom kalendarischen Alter nach oben oder unten abweicht.

Während das kalendarische Alter kontinuierlich voranschreitet, kann das biologische Alter durch einen gesunden Lebensstil positiv beeinflusst werden. Regelmäßige Bewegung, ausgewogene Ernährung, Stressvermeidung und der Verzicht auf Risikofaktoren wie Rauchen und Alkohol können den Alterungsprozess verlangsamen. Im Gegenzug können ungünstige Lebensumstände und Verhaltensweisen zu einem beschleunigten biologischen Altern führen.

Daher ist es wichtig, das eigene biologische Alter zu kennen, um frühzeitig Maßnahmen zur Gesundheitsvorsorge ergreifen zu können.

Faktoren, die das biologische Alter beeinflussen

Das biologische Alter wird von einer Vielzahl interner und externer Faktoren beeinflusst. Zu den wichtigsten zählen:

Durch einen gesunden Lebensstil und die Vermeidung von Risikofaktoren lässt sich das biologische Alter durchaus positiv beeinflussen. Regelmäßige Biomarker-Analysen können Aufschluss über den individuellen Alterungsprozess geben.

Wie lässt sich das biologische Alter bestimmen?

Es gibt verschiedene Methoden, um das biologische Alter eines Menschen relativ genau zu bestimmen. Die aussagekräftigsten Verfahren basieren auf Biomarker-Analysen aus Körperflüssigkeiten wie Blut, Speichel oder Urin.

Welche Rolle spielt die Ernährung für das biologische Alter?

Die Ernährung hat einen großen Einfluss auf den Alterungsprozess und das biologische Alter. Eine ausgewogene, nährstoffreiche Ernährung kann den Alterungsprozess verlangsamen, während eine ungesunde Ernährungsweise ihn beschleunigen kann.

Mediterrane Ernährung als Schutz vor Herz-Kreislauferkrankungen?

Eine 2014 veröffentlichte Studie, mit 521 Teilnehmern zwischen 55 und 80 Jahren, untersuchte den Zusammenhang zwischen einer genetischen Variante (Ala-Allel) im PPARγ2-Gen, der Telomerlänge (TL) und der Einhaltung einer mediterranen Ernährung (MeDiet) bei Personen mit hohem kardiovaskulärem Risiko. Telomere sind Schutzkappen an den Enden der Chromosomen, die sich mit zunehmendem Alter verkürzen. Kürzere Telomere werden mit altersbedingten Krankheiten und einem erhöhten kardiovaskulären Risiko in Verbindung gebracht. Die Studie ergab, dass die Befolgung einer MeDiet über 5 Jahre die Verkürzung der Telomere verhinderte und bei Trägern des Ala-Allels sogar zu einer Verlängerung der Telomere führte, während dieser Effekt bei Personen ohne das Ala-Allel nicht beobachtet wurde.

Darüber hinaus war eine Einhaltung der MeDiet bei Ala-Trägern mit einer stärkeren Telomerverlängerung verbunden. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass das Ala-Allel im PPARγ2-Gen in Kombination mit einer MeDiet eine schützende Wirkung gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben und zur Langlebigkeit beitragen könnte, indem es den Erhalt der Telomere fördert.

Du möchtest dein biologisches Alter bestimmen?

Neugierig geworden? Unser Labor führt eine umfassende Genanalyse durch, die gezielt auf die Gene abzielt, die die Länge der Telomere beeinflussen. Die wissenschaftliche Analyse zeigt auf, welche genetischen Fähigkeiten bestehen, die Telomere zu erhalten. Auf dieser Basis ziehen wir logische Schlussfolgerungen für personalisierte Empfehlungen, um die Degeneration der Telomere zu verlangsamen. Das Ergebnis ist ein ausführlicher schriftlicher Bericht, der Forschungseinblicke bietet und konkrete Maßnahmen vorschlägt, das biologische Alter zu reduzieren und die optimale Zellerneuerung zu unterstützen.

Auch personalisierte Nahrungsergänzung wird von uns angeboten.

Fragen zu Genanalysen oder zu einer Zusammenarbeit mit Novogenia? Schreib uns – wir melden uns bei dir.

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