Genbasierte, personalisierte Dosierung.
Antworten auf häufige Fragen zu Evidenz, Präzision und Dosierung der vollständig personalisierten Mikronährstoff-Versorgung.
Wissenschaftliche Substanziierung der genbasierten Dosierung
Für das fertige, vollständig personalisierte Kombiprodukt liegen keine großen randomisierten Studien vor, die einen Outcome-Vorteil gegenüber einer standardisierten Supplementierung beweisen. Das gilt für die personalisierte Nutrigenetik insgesamt — und wir behaupten es auch nicht.
Belegt ist die Ebene darunter: die einzelnen Gen-Nährstoff-Interaktionen, auf denen die Anpassung beruht — jeweils abgestuft nach Konfidenz. Gut belegte, mehrfach replizierte Beispiele, jeweils mit peer-reviewtem Review:
Die am besten untersuchte Interaktion überhaupt
Über 300 Studien, davon 11 placebokontrollierte Interventionsstudien.
Review lesen → HFE — EisenKlare, replizierte Interaktion
Erhöhte Eisenspeicherung — eine Restriktion ist sinnvoll.
Review lesen → VDR — Vitamin D3Wirkung am Rezeptor
Rezeptor-Aktivität und daraus abgeleitete personalisierte Dosis.
Review lesen → NQO1 — Coenzym Q10Etwa einer von elf Menschen
… kann Q10 kaum aktivieren — mit direkter Folge für die Dosierung.
Review lesen →Ein Teil der Einordnung ist — wie überall in der Medizin — eine Expertenempfehlung. Bei einem leicht im Mangel liegenden Vitamin-D-Wert würden fünf verschiedene Ärzte wahrscheinlich fünf verschiedene Dosierungen empfehlen, und alle fünf sind legitim. Präzision bedeutet hier nicht die eine wahre Zahl, sondern eine fachlich begründete, nachvollziehbare Einordnung innerhalb eines sinnvollen Korridors.
So entsteht die Dosierung
- Grundempfehlung je Nährstoff
nach Geschlecht und Alter — kein lebenslanger Fixwert, sondern ein Wert, der sich von Jahr zu Jahr verändert.
- Faktoren werden hinzu- oder weggerechnet
Höheres Körpergewicht bedeutet mehr Energieumwandlung und höheren Verbrauch der Energie-Nährstoffe; Leistungssport erhöht den Bedarf; das Ganze verschiebt sich mit dem Alter.
- Genetische Stärken und Schwächen
werden analysiert und bei vorliegender Schwäche anhand von Studien oder selbst erstellten Scores gewichtet: maximales genetisches Risiko führt zur maximalen Wirkstoffdosis, ein unterdurchschnittliches genetisches Problem zu einer unterdurchschnittlichen Dosis.
- Blutwerte haben Vorrang
sofern vorhanden: ein Mangel führt immer zur Maximaldosis des Nährstoffs, ein Überschuss immer zu dessen Ausschluss — unabhängig von der Genetik.
- Sicherheits-Deckel
Auch bei besonders gesunder Ernährung plus Nahrungsergänzung bleiben wir unter den EFSA Upper Safe Limits (Tolerable Upper Intake Level). Teils gelten zusätzliche gesetzliche Höchstmengen für Nahrungsergänzungsmittel, die wir einhalten — auch wenn Studien eine höhere Dosierung nahelegen würden.
Belastbarkeit der Präzisionsaussagen
- Über 700 Trillionen Ergebnismöglichkeiten ergeben sich rein kombinatorisch: Wir analysieren über 50 Gene mit jeweils 3 Zustandsformen (Genotypen). Daraus entstehen 700 Trillionen verschiedene potenzielle genetische Profile — die Zahl der theoretisch möglichen Ausgangs-Konstellationen, auf die das System reagiert.
- Bis aufs Mikrogramm genau: Jeder einzelne Nährstoff wird für die jeweilige Person mikrogramm-fein dosiert, und jede Person kann andere Mikrogramm-Werte erhalten. Es gibt kein Grobraster (nicht entweder 1 g Vitamin C oder gar keines), sondern eine feine, algorithmisch berechnete Abstufung pro Wirkstoff und Person.
Dosierung im unteren Bereich
Das System reguliert den Bedarf bewusst auch nach unten. Der Vorwurf einer subtherapeutischen Dosierung greift fachlich nicht, weil ein anderer Referenzrahmen gilt:
- Bedarfsdeckung statt Pharmakotherapie: „Subtherapeutisch" ist ein arzneilicher Begriff — der Wirkstoff müsste eine therapeutische Schwelle erreichen. Referenz ist hier der physiologische Bedarf, nicht eine Therapieschwelle.
- Herunterregeln ist ein Feature: Eine niedrigere Dosis ist fachlich richtig, wenn Genotyp oder Blutwert auf geringeren Bedarf deuten — und um Überversorgung zu vermeiden. Bei vielen Mikronährstoffen ist mehr nicht besser, sondern U-förmig riskant (Eisen, Vitamin A, Selen, Zink/Kupfer-Balance, Folsäure-Maskierung).
- Wirksam heißt, den individuellen Bedarf zu decken, nicht eine fixe Hochdosis zu treffen. Die Dosen bleiben innerhalb evidenzbasierter Ernährungs-Bereiche — nach oben und unten justiert, aber nicht auf Spuren-Niveau.
- Abgrenzung: Echte Mangel- oder Krankheitszustände gehören in ärztliche Hand (medizinische Schiene). Das Lifestyle-Produkt optimiert die Zufuhr im gesunden Bereich.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Daniel Wallerstorfer
Chief Executive Officer, Novogenia GmbH
Dieser Beitrag dient der wissenschaftlichen Einordnung und stellt keine medizinische Beratung, Diagnose oder Therapieempfehlung dar. Die personalisierte Nahrungsergänzung optimiert die Zufuhr im gesunden Bereich; echte Mangel- oder Krankheitszustände gehören in ärztliche Hand.
