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Nutrigenetik als Leistung: Partner- und White-Label-Modelle
Um Genanalysen in deiner Beratung anzubieten, brauchst du kein eigenes Labor. Bei Novogenia gibt es drei Wege: einen eigenen Partnershop, in dem deine Klienten bestellen und du auf jede Bestellung eine Provision erhältst; White Label, bei dem Analysen, Berichte, Sets und personalisierte Nahrungsergänzung deine Marke tragen; oder ein eigenes Produkt, das Novogenia nach deiner Idee entwickelt und herstellt. Welcher Weg passt, hängt vor allem von deiner Marke, deiner Klientenzahl und deiner verfügbaren Zeit ab – und du kannst die Wege kombinieren.
Ohne eigenes Labor: drei Wege zur Nutrigenetik in deiner Praxis
Novogenia verkauft keine einzige Analyse direkt – jede läuft über einen Partner, in 69 Ländern. Das klingt nach einem Detail, ist aber der Kern des Modells: Das Labor kümmert sich um Set, Analyse und Bericht. Du kümmerst dich um das, was kein Labor kann – die Beratung.
Ein eigenes Labor brauchst du dafür also nicht. Offen ist nur: Wie kommt die Analyse zu deinen Klienten – und unter welchem Namen? Dafür gibt es drei Modelle:
| Partnershop mit Provision | White Label | Eigene Produktidee | |
|---|---|---|---|
| Was du bekommst | einen eigenen gebrandeten Onlineshop mit den Analysen von Novogenia | Analysen, Berichte, Sets und personalisierte Nahrungsergänzung unter deiner Marke | ein Produkt nach deiner Idee, entwickelt und hergestellt von Novogenia |
| Wer bestellt | deine Klienten, direkt in deinem Shop | du oder deine Klienten über deine eigenen Kanäle | du, für deinen eigenen Vertrieb |
| Wie du verdienst | Provision auf jede Bestellung | über deinen eigenen Verkaufspreis | über deinen eigenen Verkaufspreis |
| Sichtbarkeit von Novogenia | Analyse und Lieferung kommen von Novogenia | nicht sichtbar | nach Absprache |
| Dein Aufwand | gering, keine Einrichtungsgebühren | mittel: Marke, Design, eigene Kommunikation | höher: Konzept, Abstimmung, Vermarktung |
| Passt, wenn … | du ohne Investition starten willst | du schon eine Marke und viele Klienten hast | du ein klares eigenes Produktkonzept hast |
Die Wege schließen sich nicht aus. Du kannst einfach beginnen und später erweitern. Das Angebot für deine Berufsgruppe im Überblick findest du auf DNA-Analyse und Nahrungsergänzung für Ernährungsberater.
Modell 1: Der Partnershop – du berätst, das Labor erledigt den Rest
Der Partnershop ist der einfachste Einstieg. Du verkaufst nichts selbst. Du empfiehlst – und deine Klienten bestellen dort, wo sie es gewohnt sind: online. So läuft es ab:
- Registrieren: Du meldest dich als Partner bei Novogenia an und durchläufst das Onboarding.
- Eigener Shop: Du erhältst einen eigenen gebrandeten Onlineshop, der sofort einsatzbereit ist.
- Klienten bestellen: Deine Klienten bestellen ihre Analyse direkt in deinem Shop.
- Novogenia liefert: Novogenia versendet das Speichelproben-Set, analysiert die Probe und liefert den Bericht und gegebenenfalls die Produkte.
- Du verdienst: Auf jede einzelne Bestellung erhältst du eine Provision.
Was dir das abnimmt: Einrichtungsgebühren, Lager, Versand und die Abrechnung mit dem Labor. Deine Zeit gehört der Beratung.
Wo die Grenze liegt: Eine eigene Produktmarke baust du damit nicht auf. Wer das will, wählt White Label.
Für viele Einzelpraxen ist der Partnershop ein sinnvoller Start. Du siehst ohne Investition, wie deine Klienten das Angebot annehmen. Mehr dazu auf Partner werden.
Modell 2: White Label – deine Marke von der Speichelprobe bis zum Bericht
Bei White Label bietest du Genanalysen unter deinem eigenen Namen an. Novogenia arbeitet im Hintergrund und tritt gegenüber deinen Klienten nicht in Erscheinung. Dazu gehören:
- Analysen aus dem Labor von Novogenia, unter deinem Namen.
- Berichte im Design deiner Marke, digital über ein gesichertes Portal und auf Wunsch gedruckt.
- Speichelproben-Sets mit deinem Branding – schon beim ersten Kontakt sehen deine Klienten nur deine Marke.
- Personalisierte Nahrungsergänzung unter deiner Marke, in Tagesbeuteln; eine Lieferung reicht für 90 Tage.
White Label lohnt sich, wenn du schon eine eingeführte Marke hast – etwa als größere Praxis, als Praxisverbund, als Anbieter von Online-Programmen oder als Unternehmen mit eigenem Gesundheitsangebot.
Bedenke dabei: Wer unter eigenem Namen anbietet, verantwortet auch die eigene Kommunikation. Das betrifft vor allem Werbeaussagen (siehe Werbung mit Gentests) und den Umgang mit genetischen Daten (siehe Genetische Daten und DSGVO). Den Leistungsumfang im Detail findest du auf White-Label-Genanalysen.
Modell 3: Deine eigene Produktidee – vom Konzept zum fertigen Produkt
Manche Beraterinnen und Berater haben ein klares eigenes Konzept – zum Beispiel ein Nahrungsergänzungsmittel, das genau zu ihrem Beratungsschwerpunkt passt. Novogenia entwickelt und produziert solche Produkte im eigenen Haus. Das reicht von einer festen Rezeptur für alle bis zu einer personalisierten Rezeptur pro Person, berechnet aus Gen-, Blut- und Fragebogendaten.
Dieser Weg braucht mehr Planung als die beiden anderen. Du brauchst ein Konzept, eine Zielgruppe und eine Vorstellung vom Vertrieb. Und du verantwortest als Marke Kennzeichnung und Werbung.
Wie ein solches Projekt abläuft, zeigt unser Ratgeber Lohnherstellung – vor allem die Kapitel White Label, Private Label oder Eigenrezeptur? und Personalisierte Nahrungsergänzung herstellen.
Vier Fragen für deine Entscheidung
| Frage | Eher Partnershop | Eher White Label oder eigenes Produkt |
|---|---|---|
| Wie bekannt ist deine eigene Marke? | Du startest gerade oder arbeitest unter deinem Namen. | Du hast eine eingeführte Marke, die du stärken willst. |
| Wie viele Klienten erwartest du für Genanalysen? | Das willst du erst herausfinden. | Du hast eine stabile, größere Klientenbasis. |
| Wie viel Zeit willst du in Organisation stecken? | Möglichst wenig – die Beratung steht im Vordergrund. | Du willst Marke und Vertrieb aktiv aufbauen. |
| Willst du Analysen und Produkte selbst verkaufen? | Nein – deine Klienten bestellen direkt im Shop. | Ja, als Teil deines eigenen Angebots und deiner Preisgestaltung. |
Bist du unsicher? Dann beginne mit dem Partnershop. Er kostet dich keine Einrichtungsgebühr, und du lernst, wie deine Klienten auf Genanalysen reagieren, bevor du in eine eigene Marke investierst.
Erst der Wert, dann der Preis: Genanalysen in dein Angebot einbauen
Eine Genanalyse ist kein Produkt, das für sich allein steht. Ihren Wert bekommt sie in deiner Beratung – dort, wo du die Ergebnisse einordnest und mit Ernährungsprotokoll, Körperdaten, Zielen und gegebenenfalls Blutwerten verbindest. Drei Formen bieten sich an:
- Als Zusatzmodul: Die Analyse ist eine Option in deinem bestehenden Beratungspaket, mit einem eigenen Termin für die Besprechung des Berichts.
- Als eigenes Paket: Du bündelst Vorgespräch, Analyse, ausführliche Berichtsbesprechung und ein oder zwei Folgetermine zu einem Programm.
- Im Rhythmus der Nahrungsergänzung: Eine Lieferung der personalisierten Nahrungsergänzung reicht für 90 Tage, danach wird nachbestellt. Dieser Rhythmus passt gut zu regelmäßigen Folgeterminen, in denen du Fortschritte und Ziele besprichst.
Preislogik ohne Zahlen: Kalkuliere nicht die Analyse allein, sondern deine gesamte Leistung. Dazu gehören:
- die Kosten der Analyse – im Partnershop zahlt sie deine Klientin direkt, bei White Label kalkulierst du sie selbst ein;
- deine Zeit für Vorgespräch, Berichtsbesprechung und Nachbetreuung;
- deine Vorbereitung.
Zeig deinen Klienten offen, was Laborleistung und was Beratungsleistung ist. Steuerliche Fragen, etwa zur Umsatzsteuer auf Beratung und Produktverkauf, klärst du am besten mit deiner Steuerberatung.
Zwei Grundsätze schützen dein Angebot. Erstens: Mach die Genanalyse nie zur Pflicht – gute Ernährungsberatung funktioniert auch ohne sie. Zweitens: Biete sie ehrlich an. Eine Genanalyse liefert stabile Zusatzinformationen, aber keine Garantie für ein Ergebnis. Wie du das im Gespräch vermittelst, zeigt Nutrigenetik in die Beratung einbauen.
Übrigens: Ob du die Berichte deiner Klienten selbst einsiehst, entscheidest du. Kläre das vorab mit deinen Klienten.
Gene im Betrieb: was der Arbeitgeber sieht – und was nicht
Arbeitest du mit Unternehmen, können Genanalysen Teil der betrieblichen Gesundheitsförderung sein – etwa ein Vortrag zum Thema Ernährung und Gene, danach freiwillige Analysen und Einzelberatungen. Entscheidend ist hier der Schutz der Mitarbeitenden:
- Bei Lifestyle-Analysen erhält der Arbeitgeber keinen Einblick in die genetischen Ergebnisse.
- Medizinische Analysen sind nur mit einer Betriebsärztin oder einem Betriebsarzt möglich – und nur diese ärztliche Person sieht die Ergebnisse.
- Die Teilnahme sollte für alle freiwillig sein, und das sollte das Unternehmen auch klar kommunizieren.
Welche Regeln für genetische Daten gelten, erklärt Genetische Daten und DSGVO. Was du als Beraterin oder Berater überhaupt anbieten darfst, zeigt Wer darf Gentests anbieten?
Checkliste für deinen Start
- Du weißt, welche Analysen zu deinem Schwerpunkt passen: Ernährung, Gewicht, Sport und Leistung, Stress oder Haut.
- Du bleibst bei Lifestyle-Analysen. Medizinische Analysen überlässt du dort, wo es das Recht verlangt, Ärztinnen und Ärzten.
- Du hast dich für ein Modell entschieden – im Zweifel zuerst für den Partnershop.
- Du weißt, wie die Analyse in dein Beratungsangebot passt und welche Termine dazugehören.
- Deine Preise trennen Laborleistung und Beratungsleistung nachvollziehbar.
- Du hast entschieden, ob du die Berichte deiner Klienten einsiehst, und deine Klienten darüber informiert.
- Deine Werbetexte versprechen keine Heilung, keine Vorbeugung und kein garantiertes Ergebnis.
- Du hast genug Grundwissen, um Berichte sicher zu erklären – zum Beispiel aus der kostenlosen NOVO Academy.
Häufige Fragen
Brauche ich ein eigenes Labor oder eine besondere Zulassung?
Fallen Einrichtungsgebühren an?
Wie hoch ist die Provision im Partnershop?
Erfahren meine Klienten, dass Novogenia das Labor ist?
Kann ich mehrere Modelle kombinieren?
Passend dazu: Partner werden · White-Label-Genanalysen · Ratgeber Lohnherstellung
Nutrigenetik in deiner Beratung anbieten?
Erzähl uns von deiner Praxis und deinen Klienten – wir zeigen dir, welches Partnermodell zu dir passt.
Partner werden →Angebot für ErnährungsberaterHinweis: Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Information für Fachleute und ersetzt keine ärztliche oder rechtliche Beratung. Die in einer Genanalyse bestimmten genetischen Eigenschaften sind wissenschaftlich gut belegt (jedes berücksichtigte Gen durch mindestens drei unabhängige Studien); daraus abgeleitete Empfehlungen zu Ernährung, Mikronährstoffen und Lebensstil sind logische Schlussfolgerungen und nicht wissenschaftlich bewiesen. Rechtliche Vorgaben können sich ändern; Irrtümer und Änderungen vorbehalten.
