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Ratgeber Lohnherstellung

Nahrungsergänzungsmittel herstellen lassen: der Ratgeber zur Lohnherstellung

Fachlich geprüft von Dr. Daniel Wallerstorfer, Molekularbiologe und Gründer von Novogenia · Stand: 11. Oktober 2026 · Lesezeit: 5 Min.

Kurz gesagt

Bei der Lohnherstellung entwickelt und produziert ein spezialisierter Hersteller dein Nahrungsergänzungsmittel nach deinen Vorgaben – und du verkaufst es unter deiner eigenen Marke. Eine eigene Produktion oder ein eigenes Labor brauchst du dafür nicht. Dieser Ratgeber führt dich Schritt für Schritt von der Idee bis zum fertigen Produkt: Planung, Wahl des Herstellers, Rezeptur, rechtlicher Rahmen, Verpackung und Vertrieb.

Was ist Lohnherstellung?

Lohnherstellung (englisch contract manufacturing) bedeutet: Ein Hersteller produziert ein Produkt im Auftrag eines anderen Unternehmens. Für Nahrungsergänzungsmittel heißt das konkret: Du bringst die Idee, die Zielgruppe und die Marke mit – der Lohnhersteller entwickelt mit dir die Rezeptur, beschafft und prüft die Rohstoffe, produziert, verpackt und liefert aus.

Der große Vorteil: Du musst weder in Maschinen noch in ein Labor, Personal oder Zertifizierungen investieren. Du nutzt die Infrastruktur und Erfahrung eines spezialisierten Betriebs und konzentrierst dich auf das, was deine Marke ausmacht – Positionierung, Vertrieb und Kundenbeziehung.

Wichtig zu wissen: Rechtlich bist du als Marke nicht aus dem Spiel. Verantwortlich für die Informationen auf dem Produkt ist das Unternehmen, unter dessen Namen es verkauft wird. Ein guter Lohnhersteller nimmt dir aber einen großen Teil der Arbeit ab – von der Prüfung der Rezeptur bis zur behördlichen Meldung.

Für wen lohnt sich Lohnherstellung?

Lohnherstellung ist für alle interessant, die ein eigenes Nahrungsergänzungsmittel anbieten wollen, ohne selbst zu produzieren. Typische Auftraggeber sind:

Drei Wege zum eigenen Produkt

Bevor du einen Hersteller ansprichst, solltest du wissen, wie viel Eigenes in deinem Produkt stecken soll:

WegWas du bekommstPasst, wenn …
White LabelEin bestehendes Produkt oder System des Herstellers unter deiner Markedu schnell starten willst
Private LabelEine für dich angepasste Variante, exklusiv unter deiner Markedu dich vom Markt abheben willst, ohne bei null anzufangen
EigenrezepturEin Produkt, das komplett nach deinen Vorgaben entwickelt wirddu ein klares eigenes Konzept hast

Die Unterschiede, Vor- und Nachteile erklären wir ausführlich im Kapitel White Label, Private Label oder Eigenrezeptur?

Der Ablauf im Überblick

  1. Konzept: Zielgruppe, Nutzen, Preisrahmen und Vertriebsweg festlegen.
  2. Briefing: Wunschnährstoffe, Darreichungsform, Packungsgröße und geplante Menge an den Hersteller schicken.
  3. Rezeptur: Dosierungen, Kombinationen und Freisetzung gemeinsam mit dem Hersteller festlegen.
  4. Rechtliche Prüfung: Zulässigkeit der Zutaten und Mengen, Kennzeichnung und Werbeaussagen klären.
  5. Verpackung & Design: Format wählen und Druckdaten liefern.
  6. Meldung: wo vorgeschrieben (etwa in Deutschland beim BVL), das Produkt spätestens beim ersten Inverkehrbringen anzeigen.
  7. Produktion & Auslieferung: produzieren, prüfen, verpacken, ausliefern.

Jeden Schritt mit Checkliste findest du in Nahrungsergänzungsmittel herstellen lassen: Ablauf in 7 Schritten.

Woran du einen guten Lohnhersteller erkennst

Die Wahl des Herstellers ist die wichtigste Entscheidung im ganzen Projekt. Achte vor allem auf nachweisbare Zertifizierungen, eine eigene Produktion statt eines reinen Vermittlers, die Prüfung jeder Rohstoffcharge, Unterstützung bei Rezeptur und Recht, Mindestmengen, die zu deinem Start passen – und auf Offenheit darüber, was der Hersteller nicht kann. Alle zwölf Kriterien samt Fragen für das Erstgespräch findest du in Den richtigen Lohnhersteller finden.

Die Kapitel dieses Ratgebers

Ablauf in 7 SchrittenVom Konzept bis zur Auslieferung – mit Checkliste für dein Briefing. Den richtigen Lohnhersteller finden12 Kriterien, Fragen fürs Erstgespräch und Warnsignale. White Label, Private Label oder Eigenrezeptur?Unterschiede, Aufwand und für wen welcher Weg passt. Klein startenMindestmengen, Pilotphase und wie du ohne großes Risiko wächst. Rezeptur entwickelnDosierung, Höchstmengen und Nährstoffe, die sich vertragen – oder nicht. Darreichungsformen im VergleichKapsel, Tablette, Pulver oder Pellets: Was passt zu deinem Konzept? Retard-NahrungsergänzungWann eine verzögerte Freisetzung sinnvoll ist und wie sie funktioniert. Personalisierte NahrungsergänzungVon Gen-, Blut- oder Fragebogendaten zur eigenen Rezeptur pro Person. RohstoffeWas sich verarbeiten lässt, was sofort verfügbar ist – und was nicht geht. Was kostet Lohnherstellung?Die Kostentreiber verstehen – und den Preis sofort per KI-Preisrechner abschätzen. Nahrungsergänzungsmittel anmeldenWer meldet wo, wann und mit welchen Unterlagen – Deutschland und Österreich. KennzeichnungDie Pflichtangaben auf dem Etikett im Überblick. Health ClaimsWelche Aussagen du bewerben darfst – und welche nicht. QualitätssicherungZertifizierungen, Rohstoff- und Chargenprüfung. VerpackungStick, Spenderbox oder Dose: Was zu deinem Produkt passt. VertriebswegeOnlineshop, Amazon, Praxis oder Direktvertrieb. Abo-ModelleWiederkehrender Umsatz mit automatischer Nachlieferung.

Alle 17 Artikel findest du nach Kapiteln geordnet auch am Ende dieser Seite.

Häufige Fragen

Brauche ich eine eigene Firma, um ein Nahrungsergänzungsmittel zu verkaufen?
Ja. Wer ein Nahrungsergänzungsmittel unter eigenem Namen in Verkehr bringt, tritt als Lebensmittelunternehmer auf und ist für das Produkt und seine Kennzeichnung verantwortlich. Eine eigene Produktion brauchst du dagegen nicht – die übernimmt der Lohnhersteller.
Wie lange dauert es bis zum fertigen Produkt?
Das hängt vor allem von der Rezeptur ab. Bei Novogenia dauert die Entwicklung zwischen einer Woche und drei Monaten: Rezepturen aus Nährstoffen, die bereits auf Lager sind, gehen deutlich schneller als Rezepturen, für die ein neuer Mikrotransporter entwickelt werden muss. Dazu kommen Verpackung und Produktion.
Wer meldet das Produkt bei der Behörde an?
Das hängt vom Land ab: In Deutschland ist die Anzeige beim BVL Pflicht (§ 5 NemV), in Österreich ist keine Meldung vorgesehen. Für Etikett und Angaben ist immer das Unternehmen verantwortlich, unter dessen Namen das Produkt verkauft wird. In der Praxis übernimmt Novogenia die Meldung in den meisten Fällen für seine Partner oder begleitet sie dabei.
Kann ich mit einer kleinen Menge starten?
Ja. Bei Novogenia ist die Lohnherstellung schon ab einer einzigen Einheit möglich; mit größeren Mengen sinkt der Preis pro Box. Personalisierte Produkte starten typischerweise mit einem Pilot von 200 bis 500 Kunden. Für einen schnellen, günstigen Start eignet sich eine weiße Box mit deinem Marken-Aufkleber statt einer voll bedruckten Verpackung.
Was kostet es, ein Nahrungsergänzungsmittel herstellen zu lassen?
Der Preis pro Box hängt vor allem von Rezeptur, Verpackung und Bestellmenge ab – je größer die Menge, desto günstiger die einzelne Box. Eine unverbindliche Sofort-Schätzung liefert dir unser KI-Preisrechner im Chatbot; ein geprüftes Angebot erstellt dir danach unser Team.

Passend dazu: Lohnherstellung bei Novogenia · White Label: personalisierte Nahrungsergänzung · Zertifizierungen

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