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Personalisierte Produkte im Direktvertrieb: der Ratgeber für Network-Unternehmen
Personalisierte Produkte passen zum Direktvertrieb, weil sie sich im persönlichen Gespräch erklären lassen und regelmäßig nachgekauft werden. Mit Novogenia kann ein Network-Unternehmen drei Produktwelten anbieten: nicht-medizinische Lifestyle-Genanalysen, personalisierte Nahrungsergänzung im 90-Tage-Rhythmus und die personalisierte Kosmetik BeautyMe mit drei Produkten. Dafür gibt es drei Wege, die sich kombinieren lassen: einen Partner-Shop mit Provision pro Bestellung, White Label unter deiner eigenen Marke oder eine eigene Produktentwicklung. Vertriebspartner dürfen ausschließlich nicht-medizinische Analysen anbieten; in der Schweiz gelten zusätzlich strengere Regeln. Dieser Ratgeber führt dich in drei Kapiteln vom Konzept über den Aufbau bis zu Recht und Start.
Eine Box für genau einen Menschen
Im Direktvertrieb verkauft sich ein Produkt über ein Gespräch. Jemand erzählt einer Freundin, einem Kollegen oder der eigenen Community, was ihm guttut – und warum. Je besser diese Geschichte ist, desto leichter fällt die Empfehlung. Personalisierte Produkte bringen ihre Geschichte gleich mit: Bei personalisierter Nahrungsergänzung wird jede Box für eine bestimmte Person produziert. Es gibt sie in keinem Regal und in keinem zweiten Haushalt.
Ich bin Molekularbiologe und habe Novogenia 2009 gegründet. In unserem Gebäude in Eugendorf bei Salzburg stehen ein Genlabor, eine Fabrik für Nahrungsergänzungsmittel und eine Kosmetikfabrik unter einem Dach. Wir verkaufen ausschließlich über Partner – heute in 69 Ländern. Mit diesem Ratgeber möchte ich dir zeigen, wie dein Network-Unternehmen daraus ein Sortiment macht, das deine Vertriebspartner mit gutem Gewissen empfehlen können.
Direktvertrieb heißt in diesem Ratgeber: Selbstständige Vertriebspartnerinnen und Vertriebspartner empfehlen Produkte in ihrem persönlichen Umfeld, auf Veranstaltungen oder in sozialen Netzwerken – also Network-Marketing und Social Selling. Nicht gemeint ist der Direktverkauf einer Marke an Endkunden über den eigenen Online-Shop.
Warum personalisierte Produkte zum Network passen
Drei Eigenschaften machen personalisierte Produkte für den Direktvertrieb interessant:
- Sie brauchen Erklärung: Ein Genbericht weckt Fragen. Eine Vertriebspartnerin, die sie beantwortet, bietet genau den Mehrwert, den kein Regal bieten kann.
- Sie sind persönlich: Das Ergebnis der Genanalyse verändert, was in der Rezeptur steckt. Ein Preisvergleich mit einem Standardprodukt greift deshalb ins Leere.
- Sie werden nachgekauft: Nahrungsergänzung wird täglich eingenommen. Eine Lieferung reicht für 90 Tage, dann folgt die nächste – und mit jeder neuen Produktion wird die Rezeptur neu berechnet.
Stell dir die Genanalyse als Tür vor und die personalisierten Produkte als den Raum dahinter. Die Analyse wird einmal gekauft. Die Produkte, die daraus entstehen, begleiten deine Kundin oder deinen Kunden danach im 90-Tage-Takt. Warum das so gut zusammenpasst und was die Forschung über persönliche Empfehlungen zeigt, liest du in Personalisierte Produkte im Direktvertrieb.
Drei Produktwelten aus einem Gebäude
| Produkt | Was es ist | Rolle im Direktvertrieb |
|---|---|---|
| Lifestyle-Genanalysen | nicht-medizinische Analysen zu Lifestyle, Ernährung, Beauty und Sport aus einer Speichelprobe; Analyse in 4 Tagen, Berichte in bis zu 18 Sprachen | der Einstieg: einmal gekauft, öffnet das Gespräch |
| Personalisierte Nahrungsergänzung | Rezeptur aus rund 50 Genen, einem Fragebogen und, wenn vorhanden, Blutwerten; Mikrotransporter-Pellets in täglichen Sachets | das tägliche Produkt mit einer neuen Lieferung alle 90 Tage |
| BeautyMe | Tagesserum, Nachtserum und Körperlotion; das Gen-Ergebnis bestimmt Auswahl und Dosierung der Wirkstoffe | die Pflege von außen als Ergänzung |
Welche Produkte zu deinem Netzwerk passen – und welche Analysen Vertriebspartner gar nicht anbieten dürfen –, zeigt Welche Produkte sich eignen.
Drei Wege zum eigenen Sortiment
Die zweite Frage lautet: Wie viel davon soll deine eigene Marke tragen? Bei Novogenia gibt es drei Wege, und du kannst sie kombinieren:
| Weg | So funktioniert es | Passt, wenn … |
|---|---|---|
| Partner-Shop | Du bekommst einen einsatzbereiten Online-Shop. Kundinnen und Kunden bestellen dort, Novogenia versendet das Kit, führt die Analyse durch und liefert die Produkte. Du erhältst eine Provision auf jede Bestellung; Einrichtungsgebühren gibt es nicht. | du schnell und ohne Startkosten beginnen willst |
| White Label | Logo, Verpackung, Bericht und Kundenportal tragen deine Marke. Bei Kosmetik stehen Name und Anschrift von Novogenia als verantwortliche Person auf der Packung. | dein Netzwerk eine eigene Marke aufbauen will |
| Eigene Produktentwicklung | eine eigene Rezeptur für Nahrungsergänzung oder Kosmetik, entwickelt und produziert in Eugendorf | du dich über das Produkt selbst abheben willst |
Viele junge Netzwerke starten mit fertigen Produkten und wechseln mit wachsender Größe zur eigenen Marke. Damit die Erwartungen stimmen: White Label heißt eigene Marke, nicht automatisch Exklusivität – andere Marken können ein vergleichbares Produkt anbieten. Die Details findest du in Kapitel 2.
Die Grenzen, die jeder Vertriebspartner kennen muss
Personalisierte Produkte sind erklärungsstark – und genau deshalb kommt es darauf an, was erklärt wird. Drei Regeln gehören in jede Schulung:
- Nur nicht-medizinische Analysen: Vertriebspartner dürfen ausschließlich nicht-medizinische Analysen anbieten, also zu Lifestyle, Ernährung, Beauty und Sport. Medizinische Analysen sind dort, wo das nationale Recht es verlangt – etwa in Österreich, Deutschland, der Schweiz und den USA –, Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.
- Die Schweiz ist anders: Dort dürfen auch Genanalysen zu Ernährung, Sport und Wohlbefinden nur bestimmte Gesundheitsfachpersonen veranlassen, die Probe wird in ihrem Beisein genommen, und Selbsttests für zu Hause sind für diese Analysen nicht erlaubt (Art. 13 und 34 GUMG, Art. 37 und 40 GUMV).
- Die Marke steht für ihre Vertriebspartner ein: Was Vertriebspartner im Gespräch, im Chat oder auf Social Media über deine Produkte sagen, fällt auf dein Unternehmen zurück. Alle drei Länder kennen Regeln, nach denen sich Ansprüche wegen unlauteren Wettbewerbs auch gegen das Unternehmen richten, wenn andere Personen in seinem Auftrag gehandelt haben: in Deutschland bei Mitarbeitern und Beauftragten (§ 8 Abs. 2 UWG), in Österreich bei Handlungen im Betrieb des Unternehmens (§ 18 UWG), in der Schweiz bei Arbeitnehmern und anderen Hilfspersonen (Art. 11 UWG).
Seriöser Direktvertrieb überzeugt mit dem Produkt und der Beratung, nicht mit Einkommensversprechen. Wie du deine Vertriebspartner schulst, welche Aussagen erlaubt sind und wie sich legaler Direktvertrieb von Schneeballsystemen unterscheidet, zeigen Kapitel 2 und 3.
Kapitel 1 · Das Konzept
Warum personalisierte Produkte und Network-Marketing zusammenpassen – und womit du beginnst.
Kapitel 2 · Aufbau
Marke, Shop, Schulung und neue Märkte: was du für den Start aufbaust.
Kapitel 3 · Recht & Start
Was erlaubt ist – und wie du mit einem Pilot sicher wächst.
Alle 10 Artikel findest du nach Kapiteln geordnet auch am Ende dieser Seite.
Häufige Fragen
Was bedeutet Direktvertrieb in diesem Ratgeber?
Welche Produkte kann ein Network-Unternehmen mit Novogenia anbieten?
Dürfen Vertriebspartner Gentests verkaufen?
Brauchen meine Vertriebspartner ein Lager?
Was kostet der Einstieg, und wie hoch ist die Provision?
Passend dazu: Produktpartner für Direktvertrieb und MLM · Partner- und White-Label-Modelle · Vertriebswege für Nahrungsergänzungsmittel
Personalisierte Produkte für dein Network?
Erzähl uns von deinem Vertrieb und deinen Märkten – wir zeigen dir, welches Modell passt.
Projekt anfragen →PartnerprogrammHinweis: Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Information für Unternehmen und Fachleute und ersetzt keine ärztliche oder rechtliche Beratung. Die in einer Genanalyse bestimmten genetischen Eigenschaften sind wissenschaftlich gut belegt (jedes berücksichtigte Gen durch mindestens drei unabhängige Studien); daraus abgeleitete Empfehlungen sind logische Schlussfolgerungen und nicht wissenschaftlich bewiesen. Rechtliche Vorgaben können sich ändern; Irrtümer und Änderungen vorbehalten.
