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White Label, Private Label oder eigene Rezeptur: Welcher Weg zur eigenen Kosmetik passt zu dir?
Für eine eigene Kosmetik-Linie gibt es bei Novogenia drei Wege. Beim Weiterverkauf von BeautyMe bietest du die personalisierte Hautpflege von Novogenia an – ohne Labor, ohne Produktion, ohne Startkosten. Bei White Label wird eine erprobte Basisrezeptur unter deiner Marke abgefüllt, mit deinem Logo, deinem Etikett und deiner Verpackung; Novogenia tritt nach außen nicht als Marke auf. Das ist der schnellste Weg zur eigenen Marke. Mit einer eigenen Rezeptur entsteht ein Produkt aus deiner Idee; die Entwicklung dauert 3 bis 5 Monate. Alle Wege führen zu Tagesserum, Nachtserum und Körperlotion. Die Begriffe White Label und Private Label werden in der Branche nicht einheitlich verwendet – entscheidend ist, was im Vertrag steht.
Hersteller per Gesetz, ohne je einen Rührkessel anzufassen
Eine Tatsache überrascht viele: Wer ein kosmetisches Mittel herstellen lässt und es unter eigenem Namen oder eigener Marke verkauft, gilt nach der EU-Kosmetikverordnung als Hersteller (Art. 2). Du musst dafür nie selbst einen Rührkessel angefasst haben. Und als Hersteller bist du zunächst auch die verantwortliche Person für dein Produkt (Art. 4) – also diejenige, die dafür sorgt, dass Sicherheitsbewertung, Produktinformationsdatei, Meldung und Etikett stimmen.
Verkaufst du dagegen ein fertiges Produkt unter fremder Marke weiter, bist du in der Regel Händler. Die Wahl deines Wegs entscheidet also nicht nur darüber, wie viel vom Produkt deins ist, sondern auch darüber, welche Rolle du rechtlich spielst.
Die gute Nachricht: Ein Hersteller kann per schriftlichem Mandat eine andere Person in der EU als verantwortliche Person benennen, die schriftlich zustimmt (Art. 4). Stell es dir vor wie beim Hausbau: Du bist der Bauherr, und das Haus trägt deinen Namen. Statik und Bauabnahme übernimmt ein Profi. Bei Novogenia übernehmen wir die Rolle der verantwortlichen Person.
Die Begriffe: White Label, Private Label, eigene Rezeptur
In der Branche haben sich drei Begriffe eingebürgert:
- White Label: Ein bestehendes, erprobtes Produkt des Herstellers wird unter deiner Marke verkauft. Du gestaltest vor allem Name, Verpackung und Auftritt.
- Private Label: Ein Produkt wird zusätzlich für dich angepasst und exklusiv unter deinem Namen hergestellt.
- Eigene Rezeptur: Das Produkt entsteht nach deinen Vorgaben neu.
Achtung: Diese Begriffe werden nicht einheitlich verwendet; manche Anbieter meinen mit White Label und Private Label dasselbe. Bei Novogenia ist White Label bereits ein echtes Eigenmarken-Produkt: mit deinem Logo, deinem Etikett und deiner Verpackung. Frag bei jedem Hersteller konkret nach, was angepasst wird, was exklusiv ist und wem die Rezeptur gehört – und lass es dir schriftlich bestätigen.
Weg 1: BeautyMe weiterverkaufen
Der direkteste Einstieg: Du bietest BeautyMe an, die personalisierte Hautpflege von Novogenia. Nach der Genanalyse wird die Pflege für deine Kundin oder deinen Kunden formuliert und fertig geliefert. Du brauchst kein Labor, keine Produktion und hast keine Startkosten.
So läuft es in der Praxis: Im Studio nimmst du die Speichelprobe vor Ort, schickst sie ein und übergibst später die fertigen, personalisierten Produkte. Oder deine Kundinnen bestellen die Analyse direkt in deinem Shop; Novogenia verschickt das Probenset, führt die Analyse durch und liefert die Produkte. Damit dein Team die Ergebnisse sicher erklären kann, gibt es die kostenlose NOVO Academy mit einer Schulung zur Genetik der Haut – freiwillig, aber eine gute Vorbereitung auf das Beratungsgespräch.
Stärken: ein fertiges, erklärbares Angebot ohne Entwicklungsphase; deine Beratung steht im Mittelpunkt.
Grenzen: Auf dem Produkt steht BeautyMe, nicht deine Marke.
Weg 2: White Label unter deiner Marke
Bei White Label baust du auf einer erprobten Basisrezeptur auf, die unter deiner Marke abgefüllt wird – mit deinem Logo, deinem Etikett und deiner Verpackung. Novogenia tritt nach außen nicht als Marke auf. Das ist der schnellste Weg zur eigenen Marke, weil Rezeptur und Herstellung bereits eingespielt sind.
Auch White Label kann personalisiert sein. Dann verändert das Ergebnis der Genanalyse, welche Inhaltsstoffe in die Rezeptur kommen und wie hoch sie dosiert sind – unter deinem Namen. Auf Wunsch bekommst du vorab eine kleine Testcharge und prüfst Textur, Duft und Aussehen.
Stärken: eigene Marke in kurzer Zeit, erprobte Rezeptur, planbare Qualität.
Grenzen: Du hebst dich vor allem über Marke, Auftritt und Beratung ab, weniger über eine ganz eigene Rezeptur.
Weg 3: Eigene Rezeptur
Du hast eine klare Vorstellung, welche Wirkstoffe in dein Serum oder deine Körperlotion gehören? Dann bringst du deine Idee mit, und wir entwickeln daraus eine individuelle Rezeptur, galenisch und regulatorisch sauber umgesetzt. Die Entwicklung dauert 3 bis 5 Monate. Das Format bleibt dabei eines der drei: Tagesserum, Nachtserum oder Körperlotion.
Eine eigene Rezeptur ist die stärkste Geschichte für dein Marketing. Sie bringt aber auch eine Pflicht mit sich: Je besonderer das Versprechen, desto wichtiger der Beleg. Die Produktinformationsdatei enthält dort, wo es die Art oder Wirkung des Produkts rechtfertigt, den Nachweis für die beworbene Wirkung (Art. 11). Plane die Werbeaussagen deshalb schon bei der Entwicklung mit – mehr in Werbung mit Kosmetik.
Stärken: ein eigenständiges Produkt, maximale Kontrolle, starke Markengeschichte.
Grenzen: der längste Weg zum Marktstart und mehr Abstimmung.
Der Vergleich auf einen Blick
| Kriterium | BeautyMe weiterverkaufen | White Label | Eigene Rezeptur |
|---|---|---|---|
| Marke auf dem Produkt | BeautyMe | deine Marke | deine Marke |
| Rezeptur | von Novogenia, personalisiert | erprobte Basis, auf Wunsch personalisiert | individuell nach deiner Idee |
| Entwicklung | keine Entwicklungsphase | schnellster Weg zur eigenen Marke | 3 bis 5 Monate |
| Dein Schwerpunkt | Beratung und Verkauf | Marke, Design und Vertrieb | Konzept, Abstimmung, Marke und Vertrieb |
| Abhebung vom Wettbewerb | über Analyse und Beratung | über Marke und Auftritt | über ein eigenständiges Produkt |
| Rolle nach Kosmetikverordnung | in der Regel Händler | Hersteller; verantwortliche Person per Mandat: Novogenia | Hersteller; verantwortliche Person per Mandat: Novogenia |
| Passt zu | Studios, Spas, Hotels, Apotheken mit Fokus auf Beratung | Studios, Händler und Marken, die schnell eine eigene Linie wollen | Marken mit eigenem Konzept und Fachwissen |
Wege kombinieren
Die drei Wege schließen sich nicht aus. Viele Marken starten schnell mit einer White-Label-Lösung, sammeln Erfahrung mit ihrer Zielgruppe und entwickeln parallel eine eigene Rezeptur als Aushängeschild. So ist deine Linie schon am Markt, während das eigene Produkt reift.
Ein vierter Einstieg passt zu Unternehmen, die bereits genetische Daten haben, etwa Anbieter von Gentests. Sind die Rohdaten verwertbar, werten wir sie direkt aus und gehen gleich zur Rezeptur über. Daten und Kundenbeziehung bleiben bei dir (Personalisierte Kosmetik aus genetischen Daten).
Und wer neben der Pflege von außen auch Nährstoffe von innen anbieten will, bekommt personalisierte Kosmetik und personalisierte Nahrungsergänzung aus einer Hand, beide auch als White Label. Wie das zusammenpasst, zeigt Kosmetik und Nahrungsergänzung kombinieren.
So triffst du die Entscheidung
Vier Fragen bringen dich schnell zum passenden Weg:
- Wessen Marke soll auf dem Produkt stehen? Wenn deine Beratung im Vordergrund steht und eine fertige Marke dir hilft, passt BeautyMe. Soll dein Name auf dem Fläschchen stehen, brauchst du White Label oder eine eigene Rezeptur.
- Wie schnell willst du starten? Wenn es bald losgehen soll, ist White Label der realistische Weg zur eigenen Marke. Für eine eigene Rezeptur planst du 3 bis 5 Monate Entwicklung ein.
- Womit willst du dich abheben? Liegt deine Stärke in Reichweite, Beratung oder Vertrieb, reicht oft White Label. Soll das Produkt selbst der Unterschied sein, wähle eine eigene Rezeptur.
- Was bringst du mit? Eine eigene Rezeptur braucht klare inhaltliche Vorstellungen. Bringst du schon genetische Daten mit, prüfe den Weg als Datenpartner.
Wie es danach weitergeht, beschreibt Kosmetik herstellen lassen: der Ablauf; Mengen und Zeitplan plant Kleinserie, Mengen und Zeitplan.
Worauf du bei der Vereinbarung achtest
Egal, welchen Weg du wählst: Halte die wichtigsten Punkte schriftlich fest. Dann weiß jede Seite, wer was macht – und es gibt später keine Überraschungen.
- Exklusivität: Was ist exklusiv für dich – die Rezeptur, das Design oder beides?
- Rezeptur: Wem gehört eine eigene Rezeptur, und was passiert mit ihr, wenn sich die Zusammenarbeit ändert?
- Verantwortliche Person: Wer übernimmt die Rolle? Ist das Mandat schriftlich erteilt und schriftlich angenommen?
- Etikett und Werbetexte: Wer prüft Pflichtangaben und Aussagen, bevor gedruckt wird?
- Mengen und Lieferzeit: Welche Mengenstaffeln und Lieferzeiten gelten, und wie läuft eine Nachbestellung?
- Daten: Bei personalisierter Kosmetik – wer verarbeitet die genetischen Daten, und wie ist die Einwilligung deiner Kundinnen und Kunden geregelt? Mehr dazu in Genetische Daten und DSGVO.
Was bei jedem Weg gleich bleibt
- Drei Produkte: Tagesserum, Nachtserum und Körperlotion.
- Eine Produktion: auf eigenen Linien in Eugendorf bei Salzburg, nach ISO 22716 (zertifiziert durch Quality Austria), ab Kleinserie, Made in Austria.
- Dieselben Regeln: Kosmetik dient der Pflege, nicht der Heilung. Jede Werbeaussage muss stimmen und belegbar sein.
- Ehrliche Personalisierung: Gene sind ein Faktor unter vielen. Die Rezeptur, die wir aus dem Genprofil ableiten, ist eine logische Schlussfolgerung – kein Heilversprechen.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen White Label und Private Label?
Sehen meine Kundinnen, dass Novogenia das Produkt herstellt?
Wie lange dauert die Entwicklung einer eigenen Rezeptur?
Gibt es personalisierte Kosmetik als White Label?
Kann ich mit White Label starten und später eine eigene Rezeptur entwickeln?
Passend dazu: Eigenmarke für Kosmetikstudios · White Label: personalisierte Nahrungsergänzung & Kosmetik · White Label bei Nahrungsergänzungsmitteln
Eigene Kosmetik-Linie geplant?
Erzähl uns von deiner Marke, deinem Studio oder deiner Praxis – wir zeigen dir, welcher Weg zu dir passt.
Projekt anfragen →BeautyMe entdeckenHinweis: Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Information für Unternehmen und Fachleute und ersetzt keine rechtliche Beratung. BeautyMe-Produkte sind kosmetische Mittel; Aussagen in diesem Ratgeber sind keine Heilversprechen. Die in einer Genanalyse bestimmten genetischen Eigenschaften sind wissenschaftlich gut belegt (jedes berücksichtigte Gen durch mindestens drei unabhängige Studien); daraus abgeleitete Empfehlungen für Pflege und Rezeptur sind logische Schlussfolgerungen und nicht wissenschaftlich bewiesen. Rechtliche Vorgaben können sich ändern; Irrtümer und Änderungen vorbehalten.
