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White Label, Private Label oder eigene Rezeptur: Welcher Weg zur eigenen Kosmetik passt zu dir?

Fachlich geprüft von Dr. Daniel Wallerstorfer, Molekularbiologe und Gründer von Novogenia · Stand: 13. Oktober 2026 · Lesezeit: 8 Min.

Kurz gesagt

Für eine eigene Kosmetik-Linie gibt es bei Novogenia drei Wege. Beim Weiterverkauf von BeautyMe bietest du die personalisierte Hautpflege von Novogenia an – ohne Labor, ohne Produktion, ohne Startkosten. Bei White Label wird eine erprobte Basisrezeptur unter deiner Marke abgefüllt, mit deinem Logo, deinem Etikett und deiner Verpackung; Novogenia tritt nach außen nicht als Marke auf. Das ist der schnellste Weg zur eigenen Marke. Mit einer eigenen Rezeptur entsteht ein Produkt aus deiner Idee; die Entwicklung dauert 3 bis 5 Monate. Alle Wege führen zu Tagesserum, Nachtserum und Körperlotion. Die Begriffe White Label und Private Label werden in der Branche nicht einheitlich verwendet – entscheidend ist, was im Vertrag steht.

Hersteller per Gesetz, ohne je einen Rührkessel anzufassen

Eine Tatsache überrascht viele: Wer ein kosmetisches Mittel herstellen lässt und es unter eigenem Namen oder eigener Marke verkauft, gilt nach der EU-Kosmetikverordnung als Hersteller (Art. 2). Du musst dafür nie selbst einen Rührkessel angefasst haben. Und als Hersteller bist du zunächst auch die verantwortliche Person für dein Produkt (Art. 4) – also diejenige, die dafür sorgt, dass Sicherheitsbewertung, Produktinformationsdatei, Meldung und Etikett stimmen.

Verkaufst du dagegen ein fertiges Produkt unter fremder Marke weiter, bist du in der Regel Händler. Die Wahl deines Wegs entscheidet also nicht nur darüber, wie viel vom Produkt deins ist, sondern auch darüber, welche Rolle du rechtlich spielst.

Die gute Nachricht: Ein Hersteller kann per schriftlichem Mandat eine andere Person in der EU als verantwortliche Person benennen, die schriftlich zustimmt (Art. 4). Stell es dir vor wie beim Hausbau: Du bist der Bauherr, und das Haus trägt deinen Namen. Statik und Bauabnahme übernimmt ein Profi. Bei Novogenia übernehmen wir die Rolle der verantwortlichen Person.

Die Begriffe: White Label, Private Label, eigene Rezeptur

In der Branche haben sich drei Begriffe eingebürgert:

Achtung: Diese Begriffe werden nicht einheitlich verwendet; manche Anbieter meinen mit White Label und Private Label dasselbe. Bei Novogenia ist White Label bereits ein echtes Eigenmarken-Produkt: mit deinem Logo, deinem Etikett und deiner Verpackung. Frag bei jedem Hersteller konkret nach, was angepasst wird, was exklusiv ist und wem die Rezeptur gehört – und lass es dir schriftlich bestätigen.

Weg 1: BeautyMe weiterverkaufen

Der direkteste Einstieg: Du bietest BeautyMe an, die personalisierte Hautpflege von Novogenia. Nach der Genanalyse wird die Pflege für deine Kundin oder deinen Kunden formuliert und fertig geliefert. Du brauchst kein Labor, keine Produktion und hast keine Startkosten.

So läuft es in der Praxis: Im Studio nimmst du die Speichelprobe vor Ort, schickst sie ein und übergibst später die fertigen, personalisierten Produkte. Oder deine Kundinnen bestellen die Analyse direkt in deinem Shop; Novogenia verschickt das Probenset, führt die Analyse durch und liefert die Produkte. Damit dein Team die Ergebnisse sicher erklären kann, gibt es die kostenlose NOVO Academy mit einer Schulung zur Genetik der Haut – freiwillig, aber eine gute Vorbereitung auf das Beratungsgespräch.

Stärken: ein fertiges, erklärbares Angebot ohne Entwicklungsphase; deine Beratung steht im Mittelpunkt.
Grenzen: Auf dem Produkt steht BeautyMe, nicht deine Marke.

Weg 2: White Label unter deiner Marke

Bei White Label baust du auf einer erprobten Basisrezeptur auf, die unter deiner Marke abgefüllt wird – mit deinem Logo, deinem Etikett und deiner Verpackung. Novogenia tritt nach außen nicht als Marke auf. Das ist der schnellste Weg zur eigenen Marke, weil Rezeptur und Herstellung bereits eingespielt sind.

Auch White Label kann personalisiert sein. Dann verändert das Ergebnis der Genanalyse, welche Inhaltsstoffe in die Rezeptur kommen und wie hoch sie dosiert sind – unter deinem Namen. Auf Wunsch bekommst du vorab eine kleine Testcharge und prüfst Textur, Duft und Aussehen.

Stärken: eigene Marke in kurzer Zeit, erprobte Rezeptur, planbare Qualität.
Grenzen: Du hebst dich vor allem über Marke, Auftritt und Beratung ab, weniger über eine ganz eigene Rezeptur.

Weg 3: Eigene Rezeptur

Du hast eine klare Vorstellung, welche Wirkstoffe in dein Serum oder deine Körperlotion gehören? Dann bringst du deine Idee mit, und wir entwickeln daraus eine individuelle Rezeptur, galenisch und regulatorisch sauber umgesetzt. Die Entwicklung dauert 3 bis 5 Monate. Das Format bleibt dabei eines der drei: Tagesserum, Nachtserum oder Körperlotion.

Eine eigene Rezeptur ist die stärkste Geschichte für dein Marketing. Sie bringt aber auch eine Pflicht mit sich: Je besonderer das Versprechen, desto wichtiger der Beleg. Die Produktinformationsdatei enthält dort, wo es die Art oder Wirkung des Produkts rechtfertigt, den Nachweis für die beworbene Wirkung (Art. 11). Plane die Werbeaussagen deshalb schon bei der Entwicklung mit – mehr in Werbung mit Kosmetik.

Stärken: ein eigenständiges Produkt, maximale Kontrolle, starke Markengeschichte.
Grenzen: der längste Weg zum Marktstart und mehr Abstimmung.

Der Vergleich auf einen Blick

KriteriumBeautyMe weiterverkaufenWhite LabelEigene Rezeptur
Marke auf dem ProduktBeautyMedeine Markedeine Marke
Rezepturvon Novogenia, personalisierterprobte Basis, auf Wunsch personalisiertindividuell nach deiner Idee
Entwicklungkeine Entwicklungsphaseschnellster Weg zur eigenen Marke3 bis 5 Monate
Dein SchwerpunktBeratung und VerkaufMarke, Design und VertriebKonzept, Abstimmung, Marke und Vertrieb
Abhebung vom Wettbewerbüber Analyse und Beratungüber Marke und Auftrittüber ein eigenständiges Produkt
Rolle nach Kosmetikverordnungin der Regel HändlerHersteller; verantwortliche Person per Mandat: NovogeniaHersteller; verantwortliche Person per Mandat: Novogenia
Passt zuStudios, Spas, Hotels, Apotheken mit Fokus auf BeratungStudios, Händler und Marken, die schnell eine eigene Linie wollenMarken mit eigenem Konzept und Fachwissen

Wege kombinieren

Die drei Wege schließen sich nicht aus. Viele Marken starten schnell mit einer White-Label-Lösung, sammeln Erfahrung mit ihrer Zielgruppe und entwickeln parallel eine eigene Rezeptur als Aushängeschild. So ist deine Linie schon am Markt, während das eigene Produkt reift.

Ein vierter Einstieg passt zu Unternehmen, die bereits genetische Daten haben, etwa Anbieter von Gentests. Sind die Rohdaten verwertbar, werten wir sie direkt aus und gehen gleich zur Rezeptur über. Daten und Kundenbeziehung bleiben bei dir (Personalisierte Kosmetik aus genetischen Daten).

Und wer neben der Pflege von außen auch Nährstoffe von innen anbieten will, bekommt personalisierte Kosmetik und personalisierte Nahrungsergänzung aus einer Hand, beide auch als White Label. Wie das zusammenpasst, zeigt Kosmetik und Nahrungsergänzung kombinieren.

So triffst du die Entscheidung

Vier Fragen bringen dich schnell zum passenden Weg:

  1. Wessen Marke soll auf dem Produkt stehen? Wenn deine Beratung im Vordergrund steht und eine fertige Marke dir hilft, passt BeautyMe. Soll dein Name auf dem Fläschchen stehen, brauchst du White Label oder eine eigene Rezeptur.
  2. Wie schnell willst du starten? Wenn es bald losgehen soll, ist White Label der realistische Weg zur eigenen Marke. Für eine eigene Rezeptur planst du 3 bis 5 Monate Entwicklung ein.
  3. Womit willst du dich abheben? Liegt deine Stärke in Reichweite, Beratung oder Vertrieb, reicht oft White Label. Soll das Produkt selbst der Unterschied sein, wähle eine eigene Rezeptur.
  4. Was bringst du mit? Eine eigene Rezeptur braucht klare inhaltliche Vorstellungen. Bringst du schon genetische Daten mit, prüfe den Weg als Datenpartner.

Wie es danach weitergeht, beschreibt Kosmetik herstellen lassen: der Ablauf; Mengen und Zeitplan plant Kleinserie, Mengen und Zeitplan.

Worauf du bei der Vereinbarung achtest

Egal, welchen Weg du wählst: Halte die wichtigsten Punkte schriftlich fest. Dann weiß jede Seite, wer was macht – und es gibt später keine Überraschungen.

Was bei jedem Weg gleich bleibt

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen White Label und Private Label?
Bei White Label verkaufst du ein erprobtes Produkt des Herstellers unter deiner Marke. Bei Private Label wird ein Produkt meist zusätzlich für dich angepasst und exklusiv unter deinem Namen hergestellt. In der Praxis verschwimmen die Begriffe. Frag deshalb immer nach, was angepasst wird, was exklusiv ist und wem die Rezeptur gehört.
Sehen meine Kundinnen, dass Novogenia das Produkt herstellt?
Bei White Label und eigener Rezeptur sehen deine Kundinnen und Kunden deine Marke: Logo, Etikett und Verpackung tragen dein Design. Novogenia tritt nach außen nicht als Marke auf. Welche Angaben das Gesetz zusätzlich auf dem Etikett verlangt, etwa Name und Anschrift der verantwortlichen Person, klären wir im Projekt.
Wie lange dauert die Entwicklung einer eigenen Rezeptur?
Bei Novogenia 3 bis 5 Monate. Mit White Label geht es schneller, weil die Basisrezeptur bereits erprobt ist. Die genaue Lieferzeit steht im Angebot.
Gibt es personalisierte Kosmetik als White Label?
Ja. Novogenia stellt personalisierte Kosmetik auf Basis genetischer Daten auch als White Label unter deiner Marke her. Das Genergebnis verändert, welche Inhaltsstoffe in die Rezeptur kommen und wie hoch sie dosiert sind.
Kann ich mit White Label starten und später eine eigene Rezeptur entwickeln?
Ja, und viele Marken kombinieren genau das: Sie starten schnell mit einer White-Label-Lösung und entwickeln parallel eine eigene Rezeptur als Aushängeschild.

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